Werden die Geräusche zu laut und wirken dauerhaft auf unsere Ohren ein, können sie das Gehör langfristig schädigen. Dann sinken vor allem die Empfindlichkeit des Innenohrs und der hier angesiedelten Haarzellen. Mögliche Folgen sind Hörsturz, Tinnitus oder Schwerhörigkeit.
Das Ohr kann sich regenerierenNach langem, lautem Musikhören mit Kopfhörern sind die Haarzellen nur temporär außer Kraft gesetzt und das Hörempfinden nur für diese Zeit gedämpft. „Durch die extreme Beschallung hat das Ohr keine Energie mehr, um alle Töne weiterzuleiten“, erklärt Laszig.
Noise-Cancelling Kopfhörer sind grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich und bergen im Vergleich zu gewöhnlichen Kopfhörern keine nennenswerten Zusatzrisiken. Oftmals kann ihre Geräuschunterdrückung stattdessen sogar positive Effekte auf die Gesundheit mit sich bringen.
Solche Lärmabenteuer können allerdings ernsthafte Folgen haben. Verantwortlich fürs Hören sind Haarzellen im Innenohr. Kommt bei diesen mehr Lärm an, als sie verarbeiten können, schalten sie automatisch herunter - der Mensch hört schlechter. Fachleute sprechen von einer zeitweisen Schwellenverschiebung.
Hörgeräte schaden nicht. Tragen Sie ihr Hörgerät von morgens bis abends. Konsequenter Gebrauch ist wichtig.
Kopfhörer-Kabel richtig aufwickeln - Praxis-TippSetzen Sie Ihren Körper regelmäßig und lange Lautstärken von über 85 Dezibel aus, kann das zu dauerhaften Schädigungen des Hörvermögens führen. In der Regel ist auch eine einmalige Belastung von rund 120 Dezibel nicht schädigend.
Von einem Hörsturz ist fast immer nur ein Ohr betroffenZumeist ist nur ein Ohr betroffen. Aus verschiedenen Gründen ist die Funktion der Haarsinneszellen im Innenohr beeinträchtigt, so dass die Schallwahrnehmung mehr oder weniger stark gestört ist.
Typische Schallpegel
| 0 dB(A) | Fallen einer Feder |
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| 55 dB(A) | Regen, Kühlschrank, leises Gespräch, Geräusche in der Wohnung, Radio in Zimmerlautstärke |
| 60 dB(A) | Mobile Klimaanlagen, Split-Klimaanlagen |
| 65 dB(A) | normales Gespräch, Nähmaschine, Fernseher in Zimmerlautstärke, Rasenmäher (10 m entfernt) |
So sind beispielsweise in Gebieten, in denen vorwiegend gewerbliche Anlagen untergebracht sind, nach der TA-Lärm tagsüber Geräuschimmissionen von 65 bB (A), in reinen Wohngebieten hingegen lediglich 50 dB (A) (nachts 35 dB (A)) zulässig.
Ruhezeiten einhaltenAls Nachtruhe gilt vielerorts die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr. Seien es Gespräche oder Musik: Geräusche sind nachts nur in Zimmerlautstärke erlaubt. Eine zusätzliche Ruhezeit ist meist der Zeitraum von 12 bis 13 Uhr mittags.
Heutzutage liegt der deutschlandweite Grenzwert des Lärmausstoßes durch Kraftfahrzeuge bei 74 Dezibel. Für leistungsstärkere Kfz liegt der Maximalwert bei 75 dB. Wie laut Ihr Kfz tatsächlich sein darf, können Sie auch der Zulassungsbescheinigung Teil I (“Fahrzeugschein”) entnehmen.
Als Richtwerte könnt ihr 40 Dezibel für tagsüber und 30 Dezibel für die Nacht nehmen. Aber: Wenn es hart auf hart kommt, wird immer eine individuelle Betrachtung der Gesamtsituation vorgenommen. Wenn das Haus also besonders hellhörig ist, können Geräusche schon bei 40 Dezibel als Lärmbelästigung angesehen werden.
Ruhezeiten am WochenendeAm Samstag gelten keine besonderen Ruhezeiten außer der Nachtruhe. Am Sonntag jedoch besteht auch tagsüber eine Ruhezeit. Sie sollten also die Zimmerlautstärke nicht überschreiten. Allerdings darf am Sonntag Staub gesaugt werden und ähnliches.
Die Notrufnummer 110 / 112 ist für die Ruhestörung da!
Dabei sollte die Lautstärke jedoch angemessen sein, um die Nachbarn nicht übermäßig zu stören. Ab 22 Uhr gilt die gesetzliche Nachtruhe. Das bedeutet: Fernseher und Musikanlage müssen auf Zimmerlautstärke gestellt werden, auch Gespräche dürfen nur noch in normaler Lautstärke geführt werden.
Die können dann mit einer Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen. Verstöße gegen die Nachtruhe kosten je nach Bundesland und Schwere des Vergehens zwischen 35 und 1000 Euro. In der Regel muss man sich auf ein Bußgeld im unteren dreistelligen Bereich gefasst machen, dazu kommen dann noch Verwaltungskosten.
45 dB: Wohnviertel ohne Straßenverkehr. 60 dB: Unterhaltung (Einzelgespräch) 70 dB: Großraumbüro.
Fast alle neuen Geräte bewegen sich bei einer Lautstärke zwischen 35 und 45 Dezibel. Als besonders angenehm werden Kühlschränke wahrgenommen, die die 40-Dezibel-Marke nicht überschreiten.
Die Lautstärke bei einem Klimagerät wird immer in Dezibel (dB) angegeben. Ein gutes Klimagerät liegt bei einer Dezibelangabe von ungefähr 20 Dezibel bis maximal 50 Dezibel. Ein Klimagerät, was lauter ist, als 50 Dezibel kann Sie schon etwas stören.
TYPISCHE SCHALLPEGEL / LÄRMPEGEL
| TYPISCHE SCHALLPEGEL / LÄRMPEGEL (ungefähre Richtwerte, abhängig von der Entfernung der Schallquelle, hier typische Entfernungen) |
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| SCHALLPEGEL (dB) SPL | SCHALLQUELLE |
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| 30 dB(A) | Flüstern |
| 35 dB(A) | Zimmerventilator |
| 40 dB(A) | UNGEFÄHRLICH Konzentrations- störungsschwelle |
Der Schall wird nicht geschluckt, sondern hallt nach. Mit jeder Zehntelsekunde mehr Nachhallzeit wird es grob geschätzt im Raum um ein Dezibel (dB) lauter. Ein Dauergeräusch in einem Wohn- oder Schlafraum, das von einer haustechnischen Anlage in einem anderen Raum ausgeht, darf 25 dB nicht übersteigen.
Offiziell definiert das eine EU-Richtlinie. Danach sind 80 Dezibel als durchschnittliche Maximal-Lautstärke vorgegeben. Das ist immer noch ordentlich und entspricht dem Lärm einer befahrenen Straße bei einer Entfernung von fünf Metern. Moderne Staubsauger kommen auf Werte um die 60 bis 70 Dezibel.
40 bis 60 dB (A) ist normale Gesprächslautstärke, oder ein leises Radio. Hier kann die Konzentration gestört werden. 60 bis 80 dB (A) erreicht ein lautes Gespräch, eine Schreibmaschine oder ein vorbeifahrendes Auto. Im Bereich um 80 dB (A) liegen etwa Rasenmäher.
Gemäß Hausordnung ist die Nachtruhe einzuhalten. Musizieren geht nur in Zimmerlautstärke. Von Montag bis Freitag gilt die allgemeine Nachtruhe in der Regel von 22 Uhr bis 6 Uhr.
Sind Geräusche unzumutbar für die ungewollte Zuhörerschaft, so liegt eine Ruhestörung vor. Alltägliche Geräusche gelten nicht als Ruhestörung, auch wenn sich der Nachbar vielleicht dadurch gestört fühlt. Darunter fallen neben normalen Kinder- und Tiergeräuschen auch Baden und Duschen.