Es werden drei Arten der Pille unterschieden: die Kombinationspille, die Mikropille und die Minipille. Sie unterscheiden sich in der Zusammensetzung der Hormone und deren Dosierung. Deshalb sind sie für unterschiedliche Anforderungen geeignet.
Wenn sie richtig eingenommen wird, ist die Pille eine der zuverlässigsten Verhütungsmethoden. Ihr Pearl Index liegt laut pro familia bei 0,1-0,9. Das heißt: Wenn 1000 Frauen ein Jahr lang mit der Pille verhüten, wird eine Frau schwanger.
Levonorgestrel (30 Mikrogramm)
- Asumate 30.
- Evaluna 30.
- Lotta HEXAL.
- Luisa HEXAL.
- Microgynon 21.
- Monostep.
- Swingo 30.
Eine Pille - vier Generationen
| Präparat | Hersteller (Markteinführung) | Gestagen |
|---|
| Evaluna® | Madaus (08/2010) | Levonorgestrel |
| Femigoa® | Pfizer (02/1992) | Levonorgestrel |
| Femigyne® | ratiopharm (02/2011) | Levonorgestrel |
| Femikadin® | Dr. Kade/Besins (06/2012) | Levonorgestrel |
Die Minipille gehört zu den hormonellen Verhütungsmitteln. Während es sich bei der "klassischen" Antibabypille um ein Kombinationspräparat aus zwei Hormonen handelt – Östrogen und Gestagen –, enthält die Minipille ausschließlich Gestagen (Gelbkörperhormon).
Je niedriger das Östrogen dosiert ist, desto sicherer ist die Pille, so der Grundsatz. Heute gelten rund 20 Mikrogramm Östrogen als gut verträglich und das Risiko als überschaubar. Vor allem die Gestagene unterscheiden sich von Pille zu Pille - und damit schwankt auch das Thromboserisiko.
"Bei Präparaten mit dem Gestagen Levonorgestrel besteht das geringste Risiko einer Thrombose oder Lungenembolie", heißt es dazu als Erklärung.
Die Sicherheit der Gestagenpille ist höher als die der Minipille, da sie auch die Ausreifung der Eizelle verhindert. Weil die Minipille jeden Tag zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden muss, verlangt ihre Anwendung in der Regel größere Disziplin als die der Kombinationspille oder der Gestagenpille.
Niedrig dosierte Gestagen-Präparate verhindern den Eisprung in der Regel nicht: Sie verfestigen nur den Gebärmutterhalsschleim und hemmen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich kein Ei einnisten kann. Sie wirken deshalb weniger sicher wie die normale „Pille".
Damit die Verhütung mit der Pille sicher ist, musst du sie jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit einnehmen. Wenn du die Pille mehr als 12 Stunden zu spät einnimmst (gerechnet von deiner normalen Einnahmezeit), wirkt sie nicht! Du kannst also schwanger werden.
Der Anteil der Verordnungen bei den gesetzlich versicherten Mädchen und Frauen sank vor allem in den vergangenen vier Jahren auf 31 Prozent 2019, wie der AOK Bundesverband heute in Berlin mitteilte. Noch vor zehn Jahren lag er bei 46 Prozent.
Die klassische Pille sollte in diesem Alter möglichst nicht mehr zum Einsatz kommen. Denn durch das in ihr enthaltene Östrogen wird das Thrombose-Risiko vor allem bei Frauen ab Ende 30 stark erhöht. Alternativ bietet sich die Minipille an.
Die Pille muss immer am Abend oder immer am Morgen geschluckt werden, wobei die Uhrzeit nicht wichtig ist. Allerdings darf die Einnahme nicht vergessen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Einnahme der Tablette in ein tägliches Ritual einzubeziehen - sie etwa nach dem Zähneputzen einzunehmen.
Im Vergleich zu Frauen, die nicht hormonell verhüten, erkrankten Frauen, die eine Kombipille mit Gestagen und Östrogen nahmen, mit um 20 Prozent größerer Wahrscheinlichkeit an einer Depression. Eine reine Gestagenpille ließ das Risiko um 30 Prozent steigen, der Vaginalring sogar um 60 Prozent.
Fazit: Die Antibabypille kann unter anderem Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen oder Libidominderung haben und auch Depressionen fördern. Im Allgemeinen braucht der Körper oft Zeit, um sich an die tägliche Hormondosis zu gewöhnen.
Viele Frauen, die die Pille nehmen, klagen etwa über Stimmungsschwanken und ein vermindertes sexuelles Lustempfinden. Zudem wird ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Depressionen diskutiert.
Der Körper muss sich erst an die Pille gewöhnen…Wenn du nach 4 Monaten immer noch Nebenwirkungen hast, solltest du das mit der Frauenärztin besprechen. Dann macht ein Absetzen der Pille oder ein Wechsel auf ein anderes Präparat Sinn.
Die Pille bietet – bei regelmäßiger Einnahme – einen fast hundertprozentigen Schutz. Die Pille ist ab dem ersten Tag der Einnahme sofort wirksam. Schwächere und kürzere Monatsblutung: Blutungsstärke und -dauer nehmen durch die Einnahme der Pille meist ab.
Für Kerschbaum ist klar: "Die Pille hat strukturellen Einfluss auf das Gehirn und beeinflusst die kognitiven Fähigkeiten." Sie kann dadurch zu einer Reihe von Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln führen.
Zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen und Übelkeit. Diese Symptome zeigen sich bei manchen Frauen schon zu Beginn der Einnahme, andere bemerken sie erst nach einiger Zeit.
Gründe für das Schweigen: 31 Prozent der Frauen sehen keinen Zusammenhang zwischen den Symptomen und der Einnahme der Pille. 11 Prozent haben das Gefühl, die Beschwerden nicht mit ihrem Gynäkologen besprechen zu können. 10 Prozent fürchten außerdem, der Arzt könne dazu raten, die Pille ganz abzusetzen.
Viele der Nebenwirkungen treten meist in den ersten Monaten nach Einnahmebeginn auf. Manche Frauen, die die Pille schon länger einnehmen, berichten über depressive Stimmungsveränderungen und eine verminderte Libido.
Medikamente, die die Anti-Baby-Pille außer Kraft setzen können:
- Antibiotika.
- Abführmittel.
- Beruhigungsmittel.
- Epilepsiemedikamente.
- Johanniskrautpräparate.
- Schmerzmittel.
- Medikamente zur Erhöhung der Darmbeweglichkeit.
- Schlaf-und Beruhigungsmittel.
Wenn Sie die Pille einnehmen, sollten Sie bei folgenden Anzeichen rasch einen Arzt aufsuchen: Bauchschmerzen. Brustschmerzen. Migräne/starke Kopfschmerzen.
Denn die Pille ist nach wie vor das sicherste Verhütungsmittel, das Risikopotential ist vertretbar und außerdem schützt die Pilleneinnahme Studien zufolge etwa auch vor Eierstockkrebs. Theoretisch kann man die Pille also von 14 (ab der ersten Menstruationsblutung) bis ca. 40 durchnehmen. “