Einer fiel dabei von Anfang an auf: Saturn mit seinen Ringen. Aus der Ferne sehen die Ringe aus wie ein festes Band rund um den Planeten. Doch mit Berechnungen und speziellen Messungen fand man heraus: Die Ringe bestehen aus Milliarden kleiner Staubkörner, Eiskristalle und Gesteinsbrocken.
Im Kern von Saturn herrschen Temperaturen von ca. 11 000 Grad Celsius. Saturn strahlt mehr Energie in den Weltraum ab, als er von der Sonne empfängt.
Saturn besitzt eine Atmosphäre und ein Magnetfeld. Der Saturn besteht vorwiegend aus Wasserstoff und aus Helium. Dabei hat das Helium einen Masseanteil von 11 % und ist auf die äußeren Planetenschichten konzentriert. Mit 0,69 g/cm3 besitzt Saturn die niedrigste Dichte aller Planeten, sie ist sogar niedriger als Wasser.
Pioneer 11. Die Raumsonde Pioneer 11 war der erste irdische Besucher bei Saturn. September 1979 kam Pioneer 11 in einem Abstand von knapp 21 000 km an Saturn vorbei und schickte ca. 400 Fotos zur Erde.
Bisher (Stand: September 2021) hat man 82 Monde des Saturn entdeckt, aber die Forscher sind sich sicher, dass noch mehr Monde den Planeten begleiten. 52 der Monde sind benannt, die restlichen tragen Nummern.
Saturn: Durchmesser: 120.536 Kilometer. Abstand zur Sonne: 1433 Millionen Kilometer. Masse:95,2 Erdmassen.
Die vier größten Planeten - Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun - haben außerdem Ringe. Sie bestehen aus Eis- und Felsstücken, die so groß wie ganze Berge oder so winzig wie Zigarettenrauch sein können. Möglicherweise handelt es sich bei den Ringen um Überreste zerbrochener Monde oder Bruchstücke benachbarter Monde.
Und zwar die vier inneren Gesteinsplaneten, die recht klein sind: Merkur, Venus, Erde und Mars. Dann – immer von der Sonne nach außen gesehen – die vier großen „Gas-Riesen“ Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Und schließlich ganz außen den kleinen Pluto.
Seine Ringe werden sichtbar, genau wie einige seiner Monde. Wer über eine gute Optik verfügt, kann sogar Oberflächendetails wahrnehmen (z.B. Wolken oder Wolkenstreifen) und die Lücke im Ringsystem erkennen (dazu weiter unten mehr).
Der Adams-Ring und die RingbögenDer auffälligste Ring ist der schmale äußere Adams-Ring, obwohl er verglichen mit den Ringen des Saturns und des Uranus immer noch sehr schwach erscheint. Seine ursprüngliche Bezeichnung war 1989 N1R.
Die Ringe als kurzlebiges PhänomenDie Forscher folgerten, dass die Ringe vor rund 100 Millionen Jahren entstanden sein müssen, als noch Dinosaurier die Erde bevölkerten. Verglichen mit dem Alter des Saturns (4,5 Milliarden Jahre) wären sie also ausgesprochen jung.
Laut Hundertjährigem Kalender handelt es sich beim Jahr 2021 um ein Saturnjahr. Laut dem Hundertjährigen Kalender steht jedes Jahr im Zeichen eines anderen Planeten. Im vergangenen Jahr war es der Mond (2020), das Jahr zuvor war es Merkur (2019), davor war es Venus (2018). Im März 2021 übernahm Saturn das Zepter.
Die Saturnringe im TeleskopIm kleinen Teleskop mit 80mm Öffnung können die Merkmale der Saturnringe gut beobachten werden. Den Ring erkennt man schon deutlich bei einer Vergrößerung von 60×. Mit einer höheren Vergrößerung bei etwa 100× wird der Anblick plastisch und der Ring scheint den Planeten zu umschweben.
Wenn sie in die Nähe eines viel größeren Planeten kommen, werden sie von dessen Schwerkraft angezogen. Diese zwingt den Asteroiden auf eine Umlaufbahn um den Planeten – der Planet hat einen Mond bekommen. Deshalb haben die großen und schweren Planeten Jupiter und Saturn auch die meisten Monde im Sonnensystem.
Anfang Oktober nämlich meldete das Minor Planet Center die Entdeckung von 20 weiteren Saturnmonden. Sie waren auf Aufnahmen zu sehen, die bereits mehr als zwölf Jahre zuvor mit dem japanischen Subaru-Teleskop auf Hawaii belichtet, aber erst jetzt im Detail ausgewertet wurden.
Im September 2009 konnten wir genau auf die Kante der Ringe blicken, im Herbst 2017 war dann die Nordhalbkugel maximal zu uns geneigt. Seither kippt Saturn langsam wieder zurück zur Kantenstellung, die er im März 2025 erreichen wird.
Entstehung des Planeten SaturnEine Theorie besagt, dass der Planet aus dem Kollaps der Verdichtung der protoplanetaren Scheibe entstanden ist. Dabei sollen sich nach herrschender Meinung die Saturn-Ringe vor rund 4,6 Milliarden Jahren aus einer Staub- und Eiswolke gebildet haben.
Die Planeten innerhalb der Erdbahn, also Merkur und Venus besitzen keine Monde. Die Planeten, die außerhalb liegen, besitzen welche. Bis jetzt hat man bei Mars 2, bei Jupiter 63, bei Saturn 60, Uranus 27 und bei Neptun 13.
Saturns Nordhalbkugel kann – wie auch der Himmel der Erde – teilweise blau erscheinen, und zwar aus dem gleichen Grund: Moleküle in den wolkenlosen Anteilen beider Atmosphären streuen blaues Licht besser als rotes.
Tabelle
| Nr. | Name | entdeckt |
|---|
| I | Mimas | 17. Sep. 1789 |
| II | Enceladus | 28. Aug. 1789 |
| III | Tethys | 21. März 1684 |
| IV | Dione | 21. März 1684 |
Titan (auch Saturn VI) ist mit einem Durchmesser von 5150 Kilometern der größte Mond des Planeten Saturn, weshalb er nach dem Göttergeschlecht der Titanen benannt wurde. Er ist ein Eismond, nach Ganymed der zweitgrößte Mond im Sonnensystem und der einzige mit einer dichten Gashülle.
Im Vergleich zum Heimatplaneten Erde, der im Mittel 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, trennen Jupiter 778 Millionen Kilometer vom Zentralgestirn und Saturn sogar 1,427 Milliarden Kilometer. Cassini muss für die Strecke Erde – Saturn 3,5 Milliarden Kilometer zurücklegen.
Unter ihnen findet sich der erdähnlichste Planet, der bislang bekannt ist. Die sieben Planeten beim Stern TRAPPIST-1: e ist der Erde am ähnlichsten. TRAPPIST-1e sei der Erde in Bezug auf Grösse, Dichte und Strahlungsmenge, die er von seinem Stern erhält, am ähnlichsten, teilte die Universität Bern am Montag mit.
„Fuzzy“ statt fest: Der Kern des Gasplaneten Saturn ist kein fester Gesteinsball, sondern eher schlammig und diffus abgegrenzt. Der Saturn ist wie der Jupiter ein Gasriese: Er besitzt keine feste Oberfläche, sondern besteht zum größten Teil aus Gasen, darunter vor allem Wasser und Helium.