Auch die Beatmung mit einer Sauerstoffmaske oder durch einen Tubus sind therapeutische Mittel bei einer Asphyxie. Zusätzlich wird der Arzt ein Elektrokardiogramm laufen lassen, den Atemrhythmus sowie den Blutdruck kontrollieren und den Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut überwachen.
Der Begriff Hypoxämie bezeichnet einen Sauerstoffmangel im arteriellen Blut. In ihrer schwersten Ausprägung wird er Anoxämie genannt.
Unter Hypoxie (Hypoxämie) versteht man einen verminderten Sauerstoffgehalt im Blut bzw. einen Sauerstoffmangel. Eine Hypoxie kann nur einen bestimmten Gewebebereich betreffen oder den gesamten Organismus.
Definition. Der hypoxische Hirnschaden ist eine Hirnschädigung, die als Folge eines massiven Sauerstoffmangels im Gehirn entsteht. Diese Unterversorgung des Gehirns sorgt für schwerste Störungen der Hirnfunktionen.
Ärzte versuchen dann, mit Kälte das Gehirn des Neugeborenen zu retten. Dabei wird mit einer Kühlmatte die Körpertemperatur auf 33 bis 34 Grad Celsius gesenkt. Die Therapie dauert 72 Stunden und kann den neurologischen Schaden reduzieren, da Kälte die Gehirnzellen schützt.
Beim Mekoniumaspirationssyndrom entstehen beim Neugeborenen Atembeschwerden (Atemnot), weil es vor der Geburt oder während der Entbindung dunkelgrünen, sterilen Stuhl, das sogenannte Kindspech (Mekonium), in die Lunge eingeatmet (aspiriert) hat.
Da bei jeder Geburt in der Pressphase eine gewisse Sauerstoffnot auftritt, ist der Blut-pH-Wert nie bei 7,44. Er liegt meist zwischen 7,28 und 7,35. Sollte er unter 7,25 liegen, bedeutet dies, dass entsprechend mehr Säure entstanden ist, der Sauerstoffmangel also andauernder gewesen sein muss.
Der Apgar-Score ist der erste Gesundheitscheck für Ihr Baby. Ein Geburtshelfer, die Hebamme oder der Kinderarzt bewertet damit den allgemeinen Gesundheitszustand des Neugeborenen gleich nach der Geburt. Das Apgar-Punktesystem zeigt an, wie schnell sich ein Kind an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpasst.
Als Folge erhöhen sich die metabolische Rate und der Sauerstoffverbrauch um das 2- bis 3-Fache. Daher kann Kältestress bei Neugeborenen mit Atemdepression (z. B. Frühgeborene mit Atemnotsyndrom) zu Gewebehypoxie und neurologischen Schäden führen.
Die Hypothermie senkt den Stoffwechsel so stark, dass selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen eine Wiederbelebung nach Erwärmung erfolgreich sein kann. Reanimation während der Aufwärmung mindestens 1 h lang fortsetzen! Kammerflimmern bei 28–30°C kann meist nicht durch Defibrillation beseitigt werden.
In der Regel werden durch den Sauerstoffmangel die Lunge und das Nervengewebe beeinträchtigt, sowie das Herz und die Nieren. Ein Kind, das unter der Geburt einen schweren Sauerstoffmangel hatte, wird unter Umständen sein Leben lang mit körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerungen leben müssen.