Schwangere mit positiven CMV-IgG-Antikörperstatus sind vor einer Primärinfektion geschützt. Sie haben aber ein “Hintergrundrisiko” von unter 1 % für eine cCMV-Infektion durch eine Reinfektion oder Reaktivierung.
Herpes zoster dagegen kann sich in allen Nervenregionen des Körpers bemerkbar machen. Lippenherpes bekommt man immer wieder, Gürtelrose in der Regel nur einmal.
Die Viren werden meistens durch das Einatmen von winzigen Speicheltröpfchen aufgenommen, die Erkrankte beim Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen in der Luft verbreiten. Fast jeder Kontakt zwischen einer ungeschützten Person und einem an Windpocken Erkrankten führt zu einer Ansteckung.
Die für die Gürtelrose typischen brennenden und bohrenden bis schneidenden Schmerzen, die auch Schwankungen in ihrer Stärke aufweisen, können sich bereits Tage vor der Bläschen-Bildung bemerkbar machen. Jucken und Berührungsüberempfindlichkeit im betroffenen Hautareal sind häufig auch vorhanden.
Warum wird der Immunglobulin-G-Wert gemessen? Immunglobulin G (IgG), oder auch Gammaglobulin, ist ein ein Abwehrstoff des Immunsystems (Antikörper). Es wird von den Plasmazellen des Immunsystems gebildet, sobald Krankheitserreger in den Körper eindringen.
Positive IgG- Antikörper bei negativen IgM-Antikörpern zeigen eine bereits früher durchgemachte B19-Infektion an (sog. Durchseuchungstiter). Immunschutz ist vorhanden und deshalb be- steht keine Gefahr für das ungeborene Kind. Bei Kontakt mit erkrankten Personen sind Sie also geschützt.
Zu hohe IgM-Werte können auf eine krankhafte Vermehrung eines Immunglobulins (monoklonale Gammopathie, IgM-Plasmozytom), Leukämie (Morbus Waldenström), akute Infektionen, Lebererkrankungen (z.B. biliäre Zirrhose) oder Autoimmunkrankheiten hindeuten.
Vergleiche auch altgriechisch ?ρπειν herpein, deutsch ‚kriechen'. Auf Englisch wird der Herpes Zoster shingles genannt, was wiederum dem lateinischen cingulum für ‚Gürtel' entlehnt ist, auf Französisch zona und zoster.
«Je früher man zum Arzt geht, desto besser.» Denn wer sich nicht behandeln lässt, dem drohen Nervenschmerzen, die über zwei Jahre andauern können. Tödlich verläuft die Gürtelrose allerdings nur in sehr seltenen Ausnahmefällen - etwa bei schweren Vorerkrankungen.
Daher sollte beim Verdacht auf eine Gürtelrose nicht lange gezögert, sondern sofort ein Arzt – idealerweise ein Facharzt für Hauterkrankungen – aufgesucht werden. Er kann die Gürtelrose meist bereits anhand einer Befragung des Betroffenen (Anamnese) sowie der typischen Symptome diagnostizieren.
Bei einem Herpes Zoster im Gesicht, speziell am Auge oder an den Ohren, sollten Betroffene sofort einen Facharzt (Augen- bzw. HNO-Arzt) aufsuchen, um sich so schnell wie möglich behandeln zu lassen. So werden Spätschäden mit bleibenden Seh- und Hörstörungen in vielen Fällen vermieden.
Ärzte schreiben bei einer Gürtelrose-Erkrankung die Betroffenen krank, um die Gefahr der Ansteckung immungeschwächter Menschen zu reduzieren. Wie lange die Menschen bei Gürtelrose krankgeschrieben werden, hängt vom Verlauf ab. In der Regel nehmen junge Erwachsene nach etwa 3 Wochen wieder ihre Arbeit auf.
Eine Gürtelrose ist ansteckend – allerdings nur für Personen, die noch keine Windpocken hatten. Die Ansteckung führt dann zunächst nur zu einer Windpocken-Erkrankung, nicht zu einer Gürtelrose.
Symptome bei Gürtelrose im Gesicht. Wie bei anderen Zoster-Formen treten auch bei einer Gürtelrose am Kopf meist Schmerzen und der typische Hautausschlag auf. Diese erscheinen dann zum Beispiel auf der behaarten Kopfhaut, Stirn und Nase oder auch am Hals. Allerdings kann der Ausschlag auch fehlen.
Die Behandlung kann in weniger komplizierten oder weniger stark ausgeprägten Fällen auch in Form vom Tabletten (also zu Hause) erfolgen. Allerdings ist Bettruhe (Krankenstand auch zur Prävention von einer Infektion anderer Personen!) erforderlich. In der Regel ist die Gürtelrose nach 3 bis 4 Wochen abgeheilt.
Bei Verdacht auf Gürtelrose wird der Arzt so rasch wie möglich Medikamente verordnen, die die Vermehrung der Varicella-Zoster-Viren stoppen (sogenannte Virostatika wie etwa Aciclovir, Famciclovir oder Brivudin). Dauer und Intensität der Erkrankung werden so vermindert und Folgeschäden vorgebeugt.